Elektrokamin oder Bioethanol-Kamin: Was ist die bessere Wahl?

Ein Bioethanol-Kamin schafft eine behagliche Atmosphäre, ganz ohne Holz oder Schornstein. Der Bioethanol-Kamin und der Elektrokamin dienen zwar einem rein dekorativen Zweck, werden aber trotzdem immer beliebter. Sie unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise voneinander und haben unterschiedliche Vorzüge. Wie genau sehen diese aber aus?

Wie funktioniert ein Bioethanol-Kamin?

In einem Ethanol-Kamin stehen Edelstahlbrenndosen oder andere Boxen, welche mit Ethanol gefüllt werden. Dieses wir anschließend verbrannt und dadurch entsteht die Flamme. Oft werden Holzattrappen vorn dran gestellt, um den Eindruck zu erzeugen, es handele sich um einen richtigen Holzofen.

Die Farbe ist immer abhängig vom Wassergehalt des Bioethanols. Ist der Wasseranteil klein, so bekommt das Feuer einen leicht bläulichen Schimmer. Ist der Wassergehalt des Ethanols dagegen etwas höher, werden rote Flammen erzeugt. Ein Schornstein wird nicht benötigt.

Wie funktioniert ein Elektrokamin?

Ein Elektrokamin ist eine Variante der Elektroheizung. Hier wird die Energie in Wärmeenergie umgewandelt und per Konvektion in die Umgebung getragen. Die Stärke der vom Kamin ausgehenden Hitze kann mit einer Fernbedienung geregelt werden. Die Flammen,welche im Kamin zu sehen sind, gibt es nicht wirklich. Sie sehen dennoch täuschend echt aus.

Alles, was Sie brauchen, um einen Elektrokamin zu betreiben, ist einen Stromanschluss. Sie benötigen keine Kaminstelle und keinen speziellen Brennstoff. Ein Schornstein oder Rauchabzug.

Einrichtungsbeispiel für den EWT 205131 Gisella

Der Bioethanol-Kamin und seine Vor- und Nachteile

Der Ethanol-Kamin* hat gegenüber dem Elektrokamin den Vorteil, dass es eine offene Flamme gibt und das Feeling authentischer ist, an einem richtigen Kamin zu sitzen. Es ist wie auch beim Elektrokamin kein Schornstein nötig, womit auch die Kosten für den Schornsteinfeger wegfallen. Eine weitere positive Eigenschaft dieses Kamins ist die Mobilität. Er lässt sich einfach transportieren.

Der Lagerplatz für Holz fällt weg und wird durch Ethanol-Kanister ersetzt, die weit weniger Platz in Anspruch nehmen. Nachteile hat der Bioethanol-Kamin aber auch. Die Flamme müssen Sie stets im Auge behalten, da von Ihr eine Gefahr ausgehen kann.

Des Weiteren kann eine unangenehme Geruchsbildung folgen. Auf jeden Fall sollten Sie bei Verwendung des Ethanol-Kamins für ausreichend Lüftung sorgen. Die Kosten für das Ethanol belaufen sich auf etwa 1,20 EUR pro Stunde, in welcher der Kamin an ist. Im Gegensatz zum Elektrokamin können Sie die Heizstärke nicht beeinflussen.

Der Elektrokamin und seine Vor- und Nachteile

Auch beim Elektrokamin gibt es keinen Schornstein sowie Kosten. Genauso ist de Elektrokamin sehr transportabel. Anders als der Ethanol-Kamin kann hier die Heizleistung beliebig geregelt werden. Positiv fällt auf, dass keine Brennstoffe vonnöten sind und kein Abfall produziert wird. Eine regelmäßige Reinigung, wie sie beim Ethanol-Kamin erforderlich ist, müssen Sie nicht durchführen. Sie können zudem immer aus dem Raum gehen, ohne befürchten zu müssen, dass die Flammen überspringen und einen Brand hervorrufen.

Ein sehr großer Vorteil des Elektrokamins sind die vergleichsweise geringen Betriebskosten. Pro Stunde kommen Sie auf einen Stromverbrauch, der Sie gerade mal ungefähr 25 Cent kostet. Die Heizleistung ist dafür relativ schwach und beträgt gerade mal 1 bis 2 kW.

Fazit: Bioethanol-Kamin oder Elektrokamin?

Wer ein besonders authentisches Gefühl haben möchte, sollte zu einem Bioethanol-Kamin greifen. Andernfalls ist ein Elektrokamin sicherer, günstiger und weniger pflegeintensiv.